Empfang

Liebe Nutzer des

„öffentlichen Raumes“,

was für ein schrecklich umständlicher Begriff, der letztendlich doch nur eines beschreibt: Den Ort, in den wir uns alltäglich begeben, sobald wir aus unserer Haustür treten.

Wir nutzen ihn als Transitort und als Transportweg, ob auf dem Fahrrad, im Auto oder als Passant. Hier begegnen wir uns täglich, treffen vielleicht Bekannte und beginnen eine kleine Unterhaltung und wenn wir einmal lieber alleine sein wollen, dann suchen wir uns ein stilles Eckchen im Grünen.

Vielleicht steckt ja doch mehr hinter dem „öffentlichen Raum“?

Tatsächlich nutzen wir diesen - im englischen „public space“ genannten Ort - auf sehr vielfältige Art und Weise. Meist ist uns dabei nicht einmal bewusst, wir sehr er uns und unsere Umgebung prägt.
Genau hier, an diesem oft nur im Unterbewusstsein existierenden Ort, setzten wir an. Wir möchten den Raum als Identitätsträger, als Ort der Kommunikation sowie als Aneignungs- und Nachbarschaftsraum wieder stärker ins Bewusstsein rücken.

Warum ist dies nötig?

Mit dem Wirtschaftswunder in den 60er Jahren und der damit einhergehenden Euphorie, die den Traum eines eigenen „Käfers“ zum ersten Mal in greifbare Nähe brachte, setzte eine neue Ära des Städtebaus ein. Unter dem Leitbild der Autogerechten Stadt begann in Deutschland, insbesondere in Berlin, der verkehrsgerechte Ausbau des „öffentlichen Raumes“. Das damit einhergehende erhöhte Verkehrsaufkommen stellt uns heute vor neue Probleme. Das Thema motorisierter Verkehr entfachte nicht nur Debatten zum Umweltschutz und seine Auswirkungen auf den Klimawandel, sondern drängte alle anderen Funktionen des Raumes, die über die eines reinen Transitortes hinausgehen, in den Hintergrund.

Wir wollen diese Tatsache ändern! Mit unserem Motto „Produziere Deinen Raum“ ruft Euch die Public Space Factory dazu auf, aktiv den Raum nach Euren Wünschen mitzugestalten und dies vielleicht auch mit eher unüblichen Mitteln.

Dabei soll Euch diese Seite tatkräftig unterstützen. Im Rahmen eines Studienprojekts der „Stadt- und Regionalplanung“ an der TU Berlin konnten wir bei der Durchführung einiger Aktionen bereits zahlreiche interessante Erfahrungen sammeln. Besonders in Bezug auf die rechtlichen Rahmenbedingungen in Berlin, die einigen Fingerspitzengefühls bedürfen, haben wir wertvolle Hinweise für Euch zusammentragen können. Kleine Empfehlung: Nehmt sie Euch zu Herzen!

Viel Spaß beim Durchforsten unserer Berichte, die Euch vielleicht auch zum Mitmachen oder selber Ausprobieren animieren. Zahlreiche Anregungen dazu findet ihr in unserem Ideenkatalog.

Eure Public Space Factory

Aktion „Ungerechte Wartezeiten“
Aktion „Rent a Park(ing) Place“
Aktion „Rent a Park(ing) Place“
Aktion „Mobiles Autokino“
Unsere durchgeführten Aktionen
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